Aprikosenkerne

Der regelmäßige Verzehr von Aprikosenkernen gehört zum Besten, was Sie für Ihre Gesundheit tun können.

bittere AprikosenkerneSeit Jahrhunderten ernähren sich die Hunza in Nordpakistan vorwiegend von Vollkorn-Produkten und Trockenfrüchten, insbesondere von Aprikosenkernen und getrockneten Aprikosen. Gemüse und milchsauer vergorene Produkte sind weitere Bestandteile des Speiseplans der Hunza. Auch das aus dem Aprikosenkern gewonnene wertvolle Öl wird verwendet: zum Kochen, Braten und Backen. Forscher und Reisende, die dieses Volk über lange Zeiträume hinweg studiert haben, berichten, dass bei den Hunza viele Menschen überdurchschnittlich alt werden. Krebs und andere Zivilisationskrankheiten sind bei den Hunza so gut wie unbekannt. Aprikosen und Aprikosenkerne enthalten eine geballte Ladung Vitalstoffe, einmalig in dieser optimalen Kombination.

Wissenswertes

ungeschwefelte AprikosenDie Aprikose (botanischer Name: Prunus armeniaca), die in Österreich "Marille" heisst, stammt ursprünglich aus Zentralasien, vermutlich aus Nordchina, nahe der mongolischen Grenze. Wildarten finden sich auch in Afghanistan und Japan. Aus China gelangte die Aprikose nach 3.000jährigem Durchwandern Zentralasiens nach Persien und Armenien, daher stammt auch ihr lateinischer Name.

Von den persischen Dichtern wurde die Aprikose als "Samen der Sonne" bezeichnet. Die Römer brachten sie 70 v. Chr. über Griechenland nach ganz Europa, aber erst im 16. Jahrhundert wurde die Aprikose auch in Nordeuropa kultiviert. Traditionelles europäisches Anbaugebiet ist die ungarische Tiefebene mit ihrem milden Klima. Als die Türken über diese Gegend herrschten, kultivierten sie dort riesige Aprikosen-Plantagen.

Es gibt unzählige verschiedene Aprikosensorten, von klein bis groß, von süß bis sauer, früh und spät reifende.

Herkunft AprikosenWie so oft sind die besten Aprikosensorten nicht unbedingt die, die am schönsten aussehen. Es gibt Aprikosensorten, die von der Größe und vom Erscheinungsbild her völlig unscheinbar, die aber geschmacklich hervorragend sind. Lassen Sie sich diesbezüglich von Ihrem Frucht-Spezialisten beraten.

Obwohl die Aprikose hervorragend schmeckt und ausgesprochen gesund ist, spielt sie im westeuropäischen Erwerbsobstanbau nur eine untergeordnete Rolle. Der Aprikosenbaum liebt trockene, warme Regionen und ist sehr anfällig gegen Krankheiten. In Mitteleuropa ist der Aprikosenanbau stets durch das im Vergleich zu Zentralasien strenge Klima bedroht: frühe Blüte und später Frühjahrsfrost gefährden fast jedes Jahr aufs Neue die Ernte. Der wichtigste Produzent für die Aprikosen, die bei uns auf den Markt gelangen ist, die Türkei.

Gesundheitswert

süße AprikosenkerneVölkerkundler, die sich für die Ernährung der extrem langlebigen Hunza interessierten, bemerkten den dortigen hohen Konsum an Aprikosen, Aprikosenkernen und deren Öl. Aprikosen enthalten erstaunlich viel Salicylsäure; zusätzlich größere Mengen vom Flavonoid Quercetin (Q10), welches bekannt ist als hervorragender Fänger von freien Radikalen. Die Salicylsäure wirkt antibakteriell und kann Krankheitskeime in Magen und Darm abtöten sowie Fäulnisprozesse stoppen.

Kein Obst liefert darüber hinaus soviel Beta-Carotin und Magnesium. Forscher haben nachgewiesen, dass die Retinsäure aus Aprikosen und auch aus anderen an Carotinoid reichen Gemüse- und Obstsorten Leukämiezellen am unkontrollierten Wachstum hindert. Bereits drei Aprikosen liefern die Hälfte des Tagesbedarfs an Vitamin A. Wichtig ist auch der hohe Gehalt an Folsäure (besonders wichtig während der Schwangerschaft!) und der hohe Kaliumgehalt. Kalium ist besonders wichtig für die Regulation unseres Wasserhaushalts. Aprikosen und deren Kerne sind ausgesprochen basisch und sorgen deshalb für ein Gegengewicht zur überwiegend säuernden Reaktion der modernen Zivilisationskost.

Getrockneten Aprikosen sowie Aprikosenkerne sind reine Bioaktivstoffpakete mit einem fast fünfmal so hohen Wirkstoffgehalt wie bei frischen Aprikosen. Die Kombination aus getrockneten Aprikosen und Aprikosenkernen, wie sie auch in den ursprünglichen Herkunftsländern traditionell verzehrt wird, enthält eine einmalige Kombination an gesundheitlich wertvollen Inhaltsstoffen, wie sie in dieser Form in keiner anderen Frucht und auch in keinem kommerziell hergestellten Nahrungsergänzungsmittel zu finden ist. Auf den regelmässigen Verzehr von Aprikosen und Aprikosenkernen sollte deshalb niemand verzichten - auch dann nicht, wenn er noch gesund ist.

bittere und süße Aprikosenkerne

AprikosenbaumEs gibt die süßen und die bitteren Aprikosenkerne. Die süßen Kerne kommen aus den Früchten, die überlicherweise für den Frischmarkt angeboten werden. Die bitteren Aprikosenkerne dagegen kommen aus den kleinen, säuerlichen Wildaprikosen.

Im Juli werden die Früchte geerntet und getrocknet. Sobald die Hälfte der Trocknungszeit vorüber ist, wird der Stein von Hand aus den nun weichen Früchten gedrückt (bei den süßen Aprikosen). Bei der saueren Wildsorte mit den bitteren Aprikosenkernen wird die Aprikose halbiert und der Stein herausgenommen. Dann werden auch die Aprikosensteine extra getrocknet und danach geknackt, um den eigentlichen Aprikosenkern zu gewinnen.

Die Aprikosenkerne werden dabei aufwändig von Hand verlesen, damit möglichst kein Bruch und keine Stein-Anteile in die Verkaufsware gelangen. Aprikosenkerne sind sehr aromatisch und werden überall in den ursprünglichen Aprikosengebieten für die Ernährung verwendet.

Wer bisher noch keine Aprikosenkerne kennt und sich nichts darunter vorstellen kann: Sie haben frappierende Ähnlichkeit mit Mandeln - sowohl vom Aussehen (etwas kürzer, dafür dicker) als auch vom Geschmack (ein wenig herber) her. Die bitteren Aprikosenkerne sind etwas teuerer als die süßen.

Doch vorsicht: Am Markt werden auch pakistanische bittere (Hunza-) Aprikosenkerne relativ billig angeboten. Diese Ware ist jedoch qualitativ wesentlich schlechter als die handverlesenen Kerne aus dem türkischen Hochland. Die Hunza-Kerne enthalten viel Bruch und Verunreinigungen, wohingegen die türkischen bitteren Aprikosenkerne frei von Verunreinigungen sind und kaum zerbrochene Kerne enthalten.

Aprikosenkerne in der alternativen Krebstherapie

Aprikosenkerne liefern viele Mineralstoffe und besonders viel Magnesium. Insbesondere die bitteren Kerne enthalten darüber hinaus hohe Konzentrationen des Stoffes Amygdalin (auch als Laetrile oder Vitamin B17 bekannt). Amygdalin ist ein sogenanntes cyanogenes Glykosid, das in Gegenwart von Wasser Blausäure abspaltet. Dieser Stoff wird verschiedentlich in der alternativen Krebsbehandlung eingesetzt. In den 70er Jahren gab es Studien, welche in Tierversuchen eine eindeutig belegte Wirkung gegen Tumorzellen aufwiesen.

Von der Schulmedizin wird eine therapeutische Wirkung bestritten, von einer Verwendung wird aufgrund der besagten Inhaltsstoffe und der vermeintlich daraus resultierenden Vergiftungsgefahr abgeraten. Es gibt allerdings definitiv Behandlungserfolge, meist in Kombination mit weiteren Maßnahmen.

Markt"Bei allen Kontakten zu Personen, die ein Tumorleiden haben und die bittere Aprikosenkerne als Nahrungsergänzung zu sich nehmen, ist uns bisher kein einziger Fall bekannt geworden, bei dem die betreffende Person über Übelkeit oder andere typische Vergiftungserscheiungen geklagt hätte", so Michael Megerle, Geschäftsführer der seit 1956 bestehenden Firma "Früchte Megerle".

Die Aprikosenkerne sollten zusammen mit frischen oder getrockneten Papayas oder mit frischen oder getrockneten Ananas gegessen werden, da die in diesen Früchten enthaltenen Enzyme Bestandteil des Wirkungsmechanismus sind.

Üblicherweise ist die Einnahme von Aprikosenkernen nur ein Teilaspekt einer alternativen oder komplementären Krebsbehandlung. Diese Nahrungsergänzung sollte eingebunden sein in ein Bündel von zusätzlichen Maßnahmen zu Stärkung und Mobilisierung des Immunsystemes. Nachfolgend einige Erfolg versprechende Ansätze zur Kombination mit der Einnahme von Aprikosenkernen:

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