
13.01.2008: Biomilch-Preise steigen stetig
Biomilch wurde im letzten Quartal 2007 um fast 30% teuerer
2007 war das Jahr der teils immensen Teuerungen bei den Lebenshaltungskosten. Dass allerdings nicht jede Preiserhöhung für ein Produkt mit der allgemein vorherrschenden Meinung der Gewinnmaximierung und damit verbundenen Preistreiberei zusammenhängt, kann man am Beispiel des Milchpreises deutlich, welcher im Spätjahr 2007 um beinahe 30% gestiegen ist.
Vor dieser Erhöhung betrug der Preis für einen Liter Bio-Milch etwa ein Euro. Davon erhielt der Landwirt ca. 35 Cent - im Vergleich zum aufwendigen Herstellungsaufwand ein sehr bescheidener Wert.
Durch die regional wie global stetig steigende Nachfrage an Milch und der Knappheit der konventionell erzeugten Milch stieg der Literpreis im Laufe des Jahres 2007 auf bis zu 1,20 Euro pro Flasche. Hiervon bekommt der Bio-Bauer 45 Cent pro Liter Bio-Milch, also nicht einmal 50% des am Markt erzielten Wertes. Trotz allem sind diese 45 Cent laut dem Anbauverband Bioland gerade mal die unterste Schmerzgrenze, ab der sich die Herstellung von Bio-Milch für einen Bauern überhaupt lohnt.
Für die Bio-Landwirte gilt im Vergleich zu den konventionellen Bauern ein Bio-Zuschlag, da die Herstellung von Bio-Milch im Vergleich zu konventioneller Milch um ein Vielfaches aufwendiger ist. Da die Nachfrage an Bio-Produkten stetig steigt, und um Engpässe deswegen zu vermeiden, wurde der Bio-Zuschlag für das Erzeugen von Bio-Milch von der Milchindustrie erhöht. Diese Mehrkosten wurden von den Molkereien an die Kunden weitergegeben. Dies beinhaltet somit logischerweise auch den Preis für z.B. Käse, Joghurt, Quark und Butter sowie weitere Produkte, die zu wesentlichen Teilen aus Milch bestehen.
